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Sonntag, 16. Juni 2013

Stilbruch abgeschlossen - mit Verlusten?

Mal wieder ein kurzer Lolita-Seelenstriptease ;)


Bereits seit Ende letztes Jahres hatte ich mehrmals hervorgehoben, dass ich mich in Bezug auf meinen eigenen Lolitastil verändere und somit auch mein Kleiderschrank einer Entwicklung unterworfen ist. Ich bin nun mittlerweile komplett bei Classic angekommen und lasse meine Sweet-/AP-Phase endgültig hinter mir zurück. Bis auf die wenigen Ausnahmen, die ich noch in einer klassischen Coord verwenden kann (Chocolat-chan, Cinema Doll, Rose Toilette - würde ich letzteres verkaufen, würden mich auch zu viele Leute killen :D Alleine wegen des bundesweiten RT-Treffens!), habe ich mich von Kleidern und anderen Dingen getrennt. Das ging anfangs manchmal sehr schwer (wie bei Vanilla-chan), lastet jetzt aber überhaupt nicht mehr auf mir, was mir beweist, dass es die richtige Entscheidung war.

Zuletzt habe ich ein wenig "sweeten" Kleinkram, den ich noch etwas bunkern wollte bis ich mir sicher bin, wie vor ein paar Tagen meine Tea Party Shoes, ebenfalls in andere Hände abgegeben. Als letztes steht jetzt der Verkauf von Fantasic Dolly an. Ja, ausgerechnet das Kleid, dem ich so lange hinterhergejagt bin? Ich wundere mich selbst etwas darüber, dass es mir gar nicht weh tut, aber so ist es tatsächlich. Ich bin indifferent gegenüber dem Print geworden und die alte Obsession kommt mir nicht mehr nachvollziehbar vor. Es ist ein bisschen so als würde man erwachsen werden und vergangene Must-haves aus der Kindheit interessieren einen nicht mehr (wobei ich den Vergleich nicht besonders gelungen finde, da man genauso gut als erwachsene, fest im Leben stehende Person ausschließlich Sweet tragen kann und man nicht jeden Stilwechsel gleich auf eine etwaige Weiterentwicklung der Persönlichkeit beziehen sollte).

Kurioserweise ist meine Eiffelturmleidenschaft in letzter Zeit sogar noch gewachsen, ich plane die Einrichtung meines neuen Büros mit Eiffelturmpostern und habe sogar mit dem Gedanken eines Eiffelturmtattoos gespielt (oh ja xD), aber ich brauche Fantasic Dolly nicht einmal deswegen mehr in meiner Sammlung.

Ich hab mir letzte Woche einen Innocent World-Mantel geleistet (wird daher mal Zeit für einen Blogpost über Lolitamäntel ;) ) und mir zu dem Zeitpunkt versprochen, dass dieser Kauf der Stein des Anstoßes sein wird, mit dem ich FD in den Abgrund meiner verflossenen Lolitaliebschaften versenken werde (welch... überzeugende und gar nicht erzwungen konstruiert wirkende Metapher!).

Damit war es das wirklich mit mir und Sweet. Irgendwie fühle ich mich jetzt richtig angekommen.

Interessanterweise scheine ich damit mit dem Zeitgeist zu gehen, denn schon seit einigen Monaten fallen mir Posts à la "Leaving Sweet for Classic" auf und ich höre von immer mehr Leuten, dass sie sich von dem einen Stil ab- und dem anderen zuwenden. Das beruhigt mich etwas, ich bin also total mainstream und hab keine Special Snowflake-Anwandlung :P Wobei es spannend wäre, sich mal über die Gründe dieser verstärkt auftretenden Wandlung Gedanken zu machen - nur eine weitere Modewelle innerhalb der Szene, die von einer anderen abgelöst werden wird? Eine Entwicklung unter Frauen Mitte/Ende 20?

1 Kommentar:

  1. Ich finde es normal, wenn irgendwann der Wandel von Sweet zu Classic stattfindet. Man wird erwachsener und da passen Kuchenprints und Pastelffarben nicht mehr zwangsläufig gut zusammen~ Natürlich gibt es auch Ladys die auch weiter Sweet tragen, egal wie alt sie sind. Jeder so, wie er es mag^^ Aber bei mir läufts ähnlich ab. Ich trage auch fast nur noch Classic, kann mich aber von meinen Star Night Theater nicht trennen. Aktuell besitze 4-Sweetkleider; eins will ich allerdings wieder verkaufen. Die anderen 3 werde ich behalten. Falls man mal wieder Lust auf Sweet hat^^
    Classic ist eben ein sehr guter Erwachsen-Stil, den man auch noch tragen kann, wenn man viel viel älter ist.

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