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Freitag, 29. November 2013

Axes Femme/Anecdote-Shop in Paris

Wir kommen gerade aus unserem (leider viel zu kurzen ;_;) Parisurlaub zurück. Bevor ich mich an den sicher recht langen Eintrag zum Urlaub an sich setze, will ich dem neu eröffneten Shop der japanischen Marke Axe Femmes einen eigenen Beitrag widmen, weil das sicherlich viele interessiert. Es haben in meinem Bekanntenkreis ja schon einige angekündigt, dass sie noch dieses Jahr bzw. in 2014 ebenfalls hinpilgern wollen, das kann eure Vorfreude dann ja nochmals anheizen :D

Axe Femmes ist von der Preisklasse her so ein bisschen das "japanische H&M" oder so, deutlich günstiger als Lolitamarken, mit einem verspielt-eleganten Stil, den man gut in Lolita oder andere japanische Stile integrieren kann, der aber für sich genommen als Alltagslook mit mädchenhaftem und romantischem Touch super funktioniert. In unseren Breitengraden fällt man mit den Teilen sowieso sofort auf, weil es solche detailverliebten und niedlichen Klamotten ohnehin kaum in den Läden zu kaufen gibt.

Meine Shoppingausbeute aus Paris

Dass Axe Femmes im Oktober in Paris eröffnete, hat meinen Entschluss, dieses Jahr wieder in die französische Hauptstadt zu reisen, noch deutlich bestärkt! Für Japanophile ist Paris eh ein Shopping- und kulinarisches Paradies, denn was viele nicht wissen ist, dass Franzosen im Allgemeinen sehr japanbegeistert sind. Ich habe auch noch nie eine Stadt erlebt, an der es an jeder Ecke japanische Restaurants gibt, ausgenommen in Japan natürlich. Aber da greife ich meinen nächsten Eintrag vorweg.

Der Shop liegt im hippen Viertel namens Marais, lokalisiert im 3. und 4. Arrondissement. Das Marais ist mittlerweile ziemlich angesagt, weil sich dort eine Menge Modeboutiquen angesiedelt haben - von kleinen Designern bis zu großen, populären Häusern wie etwa Michael Kors (die übrigens in derselben Straße liegen wie Axes Femme und ich habe wieder einige Taschen gesehen, die ich "brauche" xD) oder Fred Perry (hier hat sich auch mal Martin modetechnisch wohlfühlen können ;) ).

Es hat mittlerweile den Ruf, ziemlich von Touristen überlaufen zu sein, was ich aber nicht bestätigen kann. Der November ist ein sehr guter Monat, um Paris zu besuchen, weil er für viele durch die niedrigen Temperaturen zu unattraktiv ist (aber wer in Hamburg lebt, für den sind 5-7 Grad noch warm xD), daher hat man relativ seine Ruhe vor riesigen Touristenhorden, selbst an Hot Spots wie dem Louvre und Co.

Derp Face nach dem Shoppingtrip

Das Marais ist ein interessantes Viertel, nicht nur für Modebegeisterte, sondern auch aus architektonischer Hinsicht: Es ist weitestgehend verschont geblieben von der Haussmannschen Renovierungswut im 19. Jahrhundert und man kann auf mittelalterlichen Pfaden wandeln. Ebenso ist hier die Zentrale der jüdischen Gemeinde in Paris und eine der Anlaufpunkte für die LGBT-Community. Aber dazu mehr in einem weiteren Beitrag!

Um zu Axe Femmes zu gelangen, nimmt man am besten die Metrolinie 1 (gelb) bis Saint-Paul. Ihr nehmt dann den Ausgang Rue de Rivoli, überquert diese und lauft dann hoch ins Viertel hinein. Die Adresse ist Rue des Francs Bourgeois 47. Wer ein bisschen mehr vom Viertel sehen will und auch gleich eine Pariser Sehenswürdigkeit auf dem Weg "abhaken" möchte, sollte an der Station Chemin Vert der Linie 8 (violett) aussteigen und den Place des Vosges besichtigen, ein Pariser Platz par excellence sozusagen, er gilt als der schönste unter den königlichen Plätzen der Stadt und stammt aus dem Beginn des 17. Jahrhundert. Von da aus läuft man von der Straße Place des Vosges einfach nach links die Rue des Francs Bourgeois entlang. Aber ich warne euch, die Straße erscheint seeehr sehr lang, wenn man ungeduldig ist und sich auf den Shop freut ;)



Denkt daran, in Frankreich haben die Geschäfte nicht so lange auf wie bei uns! Axes Femme hat zumindest bis 19.30 Uhr auf, sogar am Sonntag. Montags öffnen sie um 13 Uhr ihre Türen, dienstags bis samstags um 10.30 Uhr, sonntags um 12 Uhr.

Im Erdgeschoss

Der Laden hat zwei Etagen, im Erdgeschoss befindet sich Anecdote - eine Untermarke, die speziell für den französischen Markt entworfen wurde, und im Untergeschoss findet ihr die eigentliche Axe Femmes-Marke.


Der Shop ist weitläufig, sehr hell, riecht ziemlich charakteristisch (mich hat es leider ziemlich schnell gestört ^^; Martin fand ihn aber angenehm, er meinte es riecht nach Jasmintee) nach dem hauseigenen Parfum, die Deko ist holzlastig, mit einem romantischen Vintagetouch. An den Wänden hängen Bilddarstellungen von Mucha oder vom Paris der 20er Jahre. Allein sich darin umzuschauen macht Freude. Es waren an beiden Tagen zwei bis drei Verkäuferinnen da, die einen äußerst freundlich empfangen und beraten. Da ich selbst französisch spreche, weiß ich aber nicht, wie ihre Englischkenntnisse so sind.

 Die Kinderecke

Die Musik, die gespielt wird, passt perfekt zum Ambiente der Boutique: Der Soundtrack von Amélie Poulain, Songs von Charles Trenet, Django Reinhardt und anderen französischen Stars der 30er und 40er, Neo-Swing...

Anecdote wartet mit größeren Größen auf, S, M und L sind die Unterteilungen. Der Stil soll sich eher an den Pariser Schick anlehnen, aber ich finde, man erkennt kaum einen Unterschied, sowohl oben als auch unten ist alles toll ;) Die Preise sind im Erdgeschoss etwas gehobener, ein Kleid kostet um die 100 Euro. Unten findet man hingegen Kleider ab 60 Euro.


Oben liegt auch ein Tischchen mit süßen Accessoires, Handschuhe, Ohrschützer, Mützen (ab 30 Euro). Das Fell ist übrigens Kaninchenfell (steht da auch, "lapin", darauf müsst ihr achten wenn ihr auf Echtpelz verzichten wollt). Dafür ist das Fell an der Kleidung in der Regel künstlichen Ursprungs.

An der Kasse oben befinden sich noch Accessoires wie Ketten oder Haarreifen. Zwischendrin findet man Taschen, es gibt auch Strumpfhosen mit Prints (um die 15 Euro).

Die Schuhe bzw. Stiefel gibt es in M und L und wenn ihr, wie ich, kleine Füße habt (unter deutscher Größe 38) und eher zierliche Waden werdet ihr super enttäuscht sein - Stiefel in M waren mir viel zu groß ;_; Nein, da helfen auch keine dicken Strümpfe oder Einlagen. Aber der europäischen Mehrheit werden sie passen. Sie kosten übrigens 60-90 Euro.


Man muss nicht extra Bescheid geben, wenn man etwas anprobieren möchte, doch wenn ihr etwas kaufen wollt, beachtet, dass die Kleidung im Shop Ausstellungsstücke sind, ihr bekommt also auf Nachfrage hin aus dem Lager neue Teile zum Kaufen. Kabinen gibt es auf beiden Etagen. In der Umkleide für Kinder hängt eine Schaukel <3

Ich finde die Preise in Ordnung, selbst wenn sie für diejenigen, die bereits in Japan bei AF eingekauft haben, sicher ein kleiner Schock sein werden, denn die Sachen sind schon etwas teurer (wie bei Baby eben auch). Trotzdem nicht deutlich teurer als etwa bei Zara z. B., dafür aber einfach einfallsreicher und etwas Besonderes! Weil selbst Martin das so sah und er das Outfit der Verkäuferin am ersten Tag so schick fand, ermunterte er mich zu einem zweiten Besuch im Shop - dazu sagte ich natürlich nicht nein und kaufte das Outfit gleich nach ;)


Die Einkäufe werden wie bei Baby in hellrosanes Papier eingelegt und als kleines Gimmick gibt es den aktuellen Katalog dazu. Der zeigt aber nur die Kollektion von Axes Femmes, von Anecdote gibt es noch keinen. Der soll aber noch folgen, wie man mir mitteilte.

Wenn ihr danach eine Stärkung braucht: 5 Minuten vom Shop findet ihr Princess Crêpes, wo euch niedliche Verkäuferinnen in Lolita großzügig gefüllte Crêpes nach japanischer Art servieren!

Übrigens dürft ihr Fotos schießen und verbreiten, soviel ihr wollt. Die Mitarbeiterinnen freuen sich, wenn schöne Erinnerungen an den Aufenthalt im Laden geteilt werden!

Mittlerweile kann man auch Bestellungen über Facebook bzw. Mail aufgeben. Es muss über Paypal oder Scheck im Voraus bezahlt werden und schon geht's los. Das ist doch mal eine tolle Neuigkeit auch für die, die in nächster Zeit nicht selbst nach Paris kommen können.



Schlechtes Handyfoto zeigt meine Einkäufe: Eine Bluse in Creme mit brauner Schleife und Brosche und die Kombi aus langem schwarzen Pulli und darunter cremefarbener Bluse (beides festgenäht und nicht getrennt tragbar) mit Brosche, die optional befestigt werden kann.


 Danke an Martin für die Fotos :)

Samstag, 2. November 2013

Lolita 52 challenge: 16, 10 facts about my Lolita wardrobe

1. Isch abe gar keine Kleiderschrank!

...ich teile mir den einzigen (großen) Kleiderschrank in der Wohnung mit Martin, wobei zu 70 % meine Klamotten da Platz finden - was ironisch ist, da er ihn ursprünglich mal nur für sich gekauft hatte, als es mich noch gar nicht gab (also es gab mich schon, aber nicht in seinem Leben und schon gar nicht als Hauptbesetzer seiner Wohnung :D). Einige wenige Lolitaklamotten bzw. -schuhe sind dort verstaut. Das meiste befindet sich neben meinem Bett in mehreren großen IKEA-Boxen. Das ist nicht optimal, wird sich aber auch erst ändern, wenn wir in eine größere Wohnung gezogen sind und ich ein eigenes Zimmer habe oder so.

Sowas in der Art in weniger hoch und breiter beherbergt Blusen, Accessoires, Strümpfe, manche Kleider...


2. Ich bin ständig am Aussortieren und Verkaufen

Ich denke, das kennt jede Lolita, aber bei mir ist das leider echt permanent der Fall. Ich habe mir jetzt aber selbst vorgenommen, dass das ab ca. Frühjahr 2014 aufhören soll (den Zeitpunkt habe ich jetzt einfach mal so festgelegt weil er realistisch scheint und noch recht weit weg ist xD)

3. Irgendwas fehlt mir immer an grundlegenden Stücken

Trotz mehrjähriger Lolita-"karriere" gibt es immer noch ein paar Basics, die ich nicht besitze bzw. nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit abgehakt werden können. Dazu zählen ein langer schwarzer, warmer Mantel und ein schöner, berüschter Bolero bzw. Cardigan in Schwarz!

Alistine Coat, Mary Magdalene, 2012
Galette des rois Coat, Mary Magdalene, 2011
Princess Sleeve Pearl Cardigan, Innocent World, 2012
Oder doch ein klassisches Design von Baby? School Cardigan von 2010

4. Ich habe keinen Rock mehr :(

Ich habe alle meine Röcke nach und nach verkauft und jetzt habe ich gar keinen mehr. Mir fehlt aber ganz dringend einer für Casualoutfits, also bin ich dran und suche mir einen passenden.

Ich hätte am liebsten einen in dunklen Farben (schwarz, braun, blau...) von Innocent World oder einer anderen Classicmarke, ohne Print, aber mit irgendeinem kleinen Detail (wie Korsettschnürung oder Knopfleisten), so dass man ihn sowohl schlicht in Casual als auch eingebunden in ein aufwändigeres Outfit tragen könnte.

European Classic Skirt, Innocent World, 2010
Side Lace Up Rose Skirt, Innocent World, 2009
Classical Buckle Skirt, Innocent World, 2011


5. Ich werde nie ein Bonnet besitzen

...weil mein Freund nach eigenen Angaben nicht mit einem Riesenbaby zusammen sein will xD Ah, dabei gibt es sooo viele schöne Bonnets... Triple Fortune *_*

6. Ich hatte noch nie etwas von Moi-même-Moitié im Kleiderschrank und habe auch nicht das Bedürfnis danach

Obwohl ich besonders zu Beginn Gothic Lolita als Substil am schönsten fand und der Stil auch noch heute zu den von mir gerne getragenen zählt, habe ich nie etwas von Moitié besessen und im Moment auch nicht das Gefühl, dass mit deswegen etwas fehlt. Vermutlich konnte mich Mana mit seinem Charme nie verzaubern... ich glaube, es liegt auch daran, dass ich MMM immer für besonders teuer hielt. Dabei würde ich natürlich auch einiges von der Marke finden, was mir gefällt, etwa die OTKs mit dem kleinen Kreuz!

Ribbon Cross OTK, Moi-même-Moitié, 2010

7. Es gibt immer mindestens ein Kleid in meinem Kleiderschrank, das ich nach 6 Monate nach Kauf immer noch nicht getragen habe!

Ja, das ist echt super verschwenderisch, aber es ist so. Ich bin ja schon froh, dass ich das Rote Rose OP endlich auf der IW Tea Party getragen habe nach... 8 Monaten oder so? xD

 Eine Schande

Mein Rose Toilette OP habe ich im Februar 2013 gekauft und immer noch nicht angehabt ;_; Vielleicht ist ja das Weihnachtstreffen in Hamburg im Dezember dafür eine gute Gelegenheit. Wenn es nicht zu kalt ist an den Armen... ah... dann 2014 ;__;



8. Ich verbanne Prints aus meinem Kleiderschrank

Obwohl ich für Parfumflaconprints eine Leidenschaft hege, dem Printhype bin ich entwachsen. Neue Prints kommen mir daher nicht mehr in den Kleiderschrank, einzige Ausnahme werden klassische Blumenprints bleiben!

9. Ich bevorzuge OPs statt JSKs 

Die Hälfte meiner Kleider sind OPs, es sollen aber deutlich mehr werden. Ich finde OPs mittlerweile schöner als eine Blusen-Kleid-Kombi, vielleicht weil letztere manchmal doch zu hochgeschlossen wirkt, OPs haben oft mehr Vielfalt in den Ausschnitten, die bescheiden, aber dennoch verspielter oder eleganter wirken können. Im Sommer sind sie ideal, weil man eine Schicht weniger trägt als mit Bluse und JSK!

10. Classic und dunkel sind die beiden leitgebenden Attibute meiner Lolitagarderobe

...ja, ich glaube, das beschreibt es knapp und einfach am besten ;)