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Montag, 9. März 2015

Rezepttest: Vegane Soljanka

Ich dachte, da mein Blog ja eh keine klare Linie verfolgt, kann ich diese ja noch einmal weiter verwischen und eine neue Rubrik einführen: Rezepte ausprobieren :D

Das "Ausprobieren" betone ich hier ausdrücklich, da ich mich als weder talentiert noch erfahren genug sehe, eigene Rezepte zum Nachkochen quasi anderen vorzugeben. Ich koche fast täglich, aber mehr aus Notwendigkeit heraus - irgendwas muss man ja essen und da mein Verlobter *woohoo* schon genug Gram und Arbeit mit mir hat, soll er wenigstens ein wenig Positives daraus ziehen, mit mir zusammen zu sein :P
Häufig ist das Kochen mir nur lästige Pflicht, aber ich bemühe mich um viel Abwechslung und probiere gerne andere Variationen von Altbekanntem bzw. ganz Neues aus.


Ich bin keine Veganerin, esse aber bevorzugt vegetarisch/vegan, da ich Fleisch nicht mag und meine Ernährung gerne bewusster und ein bisschen gesund gestalten will. Das ganz dringend vorab, denn es bedeutet, dass ich für dieses Rezept etwa nicht extra Produktanfragen gestellt habe um herauszufinden, ob die Zutaten alle auch wirklich tierleidfrei produziert wurden bzw. keinerlei tierische Produkte enthalten!

Jedenfalls kommt mein Verlobter von der schönen Insel Rügen und bringt aus seinen Kindheits- und Jugenderinnerungen einige typische DDR-Essgewohnheiten und -Leibspeisen mit (dabei gab es die DDR gar nicht mehr, als er geboren wurde ;D). Dazu zählt allen voran Soljanka, die sehr fleischlastige, scharf-saure Suppenspezialität, die eigentlich als Vorspeise gereicht wird. Ursprünglich eigentlich ein Restverwertungssystem, gerne genutzt um etwa den übrig gebliebenen Braten von der Wochenendsfamilienfeier oder die sich gefährlich nah am Ablaufdatum befindliche Wurst noch zu verputzen und dementsprechend wild an Zutaten, kennt mein Verlobter Soljanka aber nur als typisches Gericht, das man sich im Osten gerne im Restaurant bestellt, deswegen hatte ich auch kein schlechtes Gewissen, dafür alle Zutaten neu zu kaufen :)


 Ist nicht alles mit drauf, weil mir im Nachhinein wieder mal auffiel, dass was fehlte (hier: Tomatenmark und Zitrone -.-)

Ich verwendete zwei abgeänderte "echte Fleischsoljanka"-Rezepte und nutzte dafür folgende Zutaten:

2 Karotten
2 rote Paprika
1 Schalotte
3 Knoblauchzehen
6-8 saure Gurken + ca. 200 ml Gurkenwasser
1 x Räuchertofu
1 Packung Seitan-Bratwürstchen
(...in der originalen Soljanka befinden sich in der Regel bis zu vier unterschiedliche Fleischsorten, aber das war mir dann doch too much, selbst in vegan!)
saure Gurken (stilecht wären natürlich Spreewaldgurken, hab aber lieber die billigen Gewürzgurken von Penny genommen)
ca. 6 El Ajvar (mein Verlobter so: "Was ist das?!" xD Gibt es sogar bei Penny, Mann! Ein scharfes Mus aus Paprika und Auberginen, sehr lecker auch für osteuropäisch angehauchte Reisgerichte)
600 ml Gemüsebrühe 
3 EL Tomatenmark
Lorbeerblätter
scharfes Paprikapulver
(gibt auch vorgefertigtes Soljankagewürz, aber nicht bei Penny :P)
Salz
vegane Crème fraîche
Zitronensaft

Nun folgt die Zubereitung, im Grunde wirklich leicht:

Kleingeschnittenes Tofu und Würstchen anbraten. Geschnittene Schalotte dazu, bis diese glasig ist.
Nun die gewürfelte Paprika, die Karotten in Scheiben, das Tomatenmark, Ajvar sowie die zerdrückten oder geschnittenen Knoblauchzehen dazu geben.


Nach einiger Zeit des Brutzelns mit dem Gurkenwasser ablöschen. Danach die geschnittenen sauren Gurken beigeben sowie mit der Gemüsebrühe aufgießen. Loorberblätter kommen noch hinzu.

Das Ganze kocht jetzt auf kleiner Flamme ca. eine halbe Stunde. Gegen Ende hin würzen.



Beim Servieren mit der Crème fraîche garnieren.

Und?
Schmeckt!

Ajvar ist ja eigentlich ziemlich scharf (wie ich gemerkt habe, nachdem ich den Rest für veganes Gulasch ein paar Tage später benutzt habe), aber die sauren Gurken bzw. deren Wasser neutralisieren das sehr gut.

Mein Verlobter erklärte, dass er Soljanka eigentlich wesentlich dickflüssiger kennt. Das hat mich ehrlich gesagt auch etwas gestört, deswegen werde ich beim nächsten Mal einfach eine Dose geschnittene Tomaten hinein geben. Immerhin gibt es ja viele klassische Varianten des Eintopfs mit prominentem Tomatengeschmack.

Außerdem werde ich beim nächsten Mal eine vegane Salamivariante hinzugeben, die sind ja auch meist sehr gut gewürzt und durch noch ein dritter Fleischersatz imitiert die Reichhaltigkeit der Zutaten der originalen Soljanka sicher noch besser.

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