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Samstag, 2. November 2013

Lolita 52 challenge: 16, 10 facts about my Lolita wardrobe

1. Isch abe gar keine Kleiderschrank!

...ich teile mir den einzigen (großen) Kleiderschrank in der Wohnung mit Martin, wobei zu 70 % meine Klamotten da Platz finden - was ironisch ist, da er ihn ursprünglich mal nur für sich gekauft hatte, als es mich noch gar nicht gab (also es gab mich schon, aber nicht in seinem Leben und schon gar nicht als Hauptbesetzer seiner Wohnung :D). Einige wenige Lolitaklamotten bzw. -schuhe sind dort verstaut. Das meiste befindet sich neben meinem Bett in mehreren großen IKEA-Boxen. Das ist nicht optimal, wird sich aber auch erst ändern, wenn wir in eine größere Wohnung gezogen sind und ich ein eigenes Zimmer habe oder so.

Sowas in der Art in weniger hoch und breiter beherbergt Blusen, Accessoires, Strümpfe, manche Kleider...


2. Ich bin ständig am Aussortieren und Verkaufen

Ich denke, das kennt jede Lolita, aber bei mir ist das leider echt permanent der Fall. Ich habe mir jetzt aber selbst vorgenommen, dass das ab ca. Frühjahr 2014 aufhören soll (den Zeitpunkt habe ich jetzt einfach mal so festgelegt weil er realistisch scheint und noch recht weit weg ist xD)

3. Irgendwas fehlt mir immer an grundlegenden Stücken

Trotz mehrjähriger Lolita-"karriere" gibt es immer noch ein paar Basics, die ich nicht besitze bzw. nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit abgehakt werden können. Dazu zählen ein langer schwarzer, warmer Mantel und ein schöner, berüschter Bolero bzw. Cardigan in Schwarz!

Alistine Coat, Mary Magdalene, 2012
Galette des rois Coat, Mary Magdalene, 2011
Princess Sleeve Pearl Cardigan, Innocent World, 2012
Oder doch ein klassisches Design von Baby? School Cardigan von 2010

4. Ich habe keinen Rock mehr :(

Ich habe alle meine Röcke nach und nach verkauft und jetzt habe ich gar keinen mehr. Mir fehlt aber ganz dringend einer für Casualoutfits, also bin ich dran und suche mir einen passenden.

Ich hätte am liebsten einen in dunklen Farben (schwarz, braun, blau...) von Innocent World oder einer anderen Classicmarke, ohne Print, aber mit irgendeinem kleinen Detail (wie Korsettschnürung oder Knopfleisten), so dass man ihn sowohl schlicht in Casual als auch eingebunden in ein aufwändigeres Outfit tragen könnte.

European Classic Skirt, Innocent World, 2010
Side Lace Up Rose Skirt, Innocent World, 2009
Classical Buckle Skirt, Innocent World, 2011


5. Ich werde nie ein Bonnet besitzen

...weil mein Freund nach eigenen Angaben nicht mit einem Riesenbaby zusammen sein will xD Ah, dabei gibt es sooo viele schöne Bonnets... Triple Fortune *_*

6. Ich hatte noch nie etwas von Moi-même-Moitié im Kleiderschrank und habe auch nicht das Bedürfnis danach

Obwohl ich besonders zu Beginn Gothic Lolita als Substil am schönsten fand und der Stil auch noch heute zu den von mir gerne getragenen zählt, habe ich nie etwas von Moitié besessen und im Moment auch nicht das Gefühl, dass mit deswegen etwas fehlt. Vermutlich konnte mich Mana mit seinem Charme nie verzaubern... ich glaube, es liegt auch daran, dass ich MMM immer für besonders teuer hielt. Dabei würde ich natürlich auch einiges von der Marke finden, was mir gefällt, etwa die OTKs mit dem kleinen Kreuz!

Ribbon Cross OTK, Moi-même-Moitié, 2010

7. Es gibt immer mindestens ein Kleid in meinem Kleiderschrank, das ich nach 6 Monate nach Kauf immer noch nicht getragen habe!

Ja, das ist echt super verschwenderisch, aber es ist so. Ich bin ja schon froh, dass ich das Rote Rose OP endlich auf der IW Tea Party getragen habe nach... 8 Monaten oder so? xD

 Eine Schande

Mein Rose Toilette OP habe ich im Februar 2013 gekauft und immer noch nicht angehabt ;_; Vielleicht ist ja das Weihnachtstreffen in Hamburg im Dezember dafür eine gute Gelegenheit. Wenn es nicht zu kalt ist an den Armen... ah... dann 2014 ;__;



8. Ich verbanne Prints aus meinem Kleiderschrank

Obwohl ich für Parfumflaconprints eine Leidenschaft hege, dem Printhype bin ich entwachsen. Neue Prints kommen mir daher nicht mehr in den Kleiderschrank, einzige Ausnahme werden klassische Blumenprints bleiben!

9. Ich bevorzuge OPs statt JSKs 

Die Hälfte meiner Kleider sind OPs, es sollen aber deutlich mehr werden. Ich finde OPs mittlerweile schöner als eine Blusen-Kleid-Kombi, vielleicht weil letztere manchmal doch zu hochgeschlossen wirkt, OPs haben oft mehr Vielfalt in den Ausschnitten, die bescheiden, aber dennoch verspielter oder eleganter wirken können. Im Sommer sind sie ideal, weil man eine Schicht weniger trägt als mit Bluse und JSK!

10. Classic und dunkel sind die beiden leitgebenden Attibute meiner Lolitagarderobe

...ja, ich glaube, das beschreibt es knapp und einfach am besten ;)

Sonntag, 27. Oktober 2013

Lolita 52 challenge: Question 3, What my own Lolita lifestyle is like

Langsam wird es echt schwer, mich wieder daran zu erinnern, welche Frage ich schon beantwortet habe und welche noch nicht :D Manche könnte ich nämlich eigentlich direkt wieder neu bearbeiten, weil sich innerhalb eines halben Jahres ein bisschen was geändert hat und aktualisiert werden müsste, naja.

Kurzer Post mal wieder, diesmal zur Frage

3. What my own Lolita lifestyle is like

Ich sehe mich selbst eigentlich nicht als Lifestyle Lolita. Ich habe immer die Vorstellung im Hinterkopf, dafür müsste man Lolita viel, viel häufiger tragen als ich, am besten täglich irgendwelche inspirierten Elemente in Outfit oder Styling einflechten. Ich aber trage nicht mal mehr kleine Spangen mit Schleifen im Haar im Alltag... daraus bin ich irgendwie entwachsen. Meine Alltagsgegenstände erfahren auch keine "Lolifizierung" durch mich.

Auch findet man mich selten auf Treffen und entsprechenden Events. Ich "verdiene" daher den "Titel" Lifestyle Loli nicht.
Aber dennoch beschäftige ich mich täglich mit Lolita. Durch die Modtätigkeit bei Dunkelsüß bin ich ständig mit Lolita konfrontiert, ich bin über die Updates von Marken informiert, checke die Facebookstatus von befreundeten Lolitas, deren Wishlists und Sales... Also doch eine Art Lifestyle? ;)


Ich würde gerne etwas mehr Lolita bzw. eine Mischung aus Lolita und meiner Faszination für den fin de siècle in meine Wohnungsumgebung einbringen. Da ich aber zu meinem Freund gezogen bin, fand ich ja schon eine vollkommen eingerichtete (und vollkommen unlolitahafte :D) Wohnung vor, also hebe ich mir das für die nächste auf... mein Traum: Ein Boudoir *_* So richtig opulent mit Vorhängen aus Seide und Spitzenapplikationen, einer Chaiselongue oder Ottomane, bezogen mit Brokat und einem verschnörkelten Tischchen mit Tee und einer Schüssel Macarons drauf...

Freitag, 25. Oktober 2013

Lolita 52 Challenge: Question 30, How long it took me to build a complete wardrobe

Ja, mich gibt es noch, und die Lolita 52 Challenge läuft theoretisch auch :D
Ha ha, wir sind schon am Ende der Kalenderwoche 43 dieses Jahres und ich muss noch sooo viele Posts nachholen bis zur KW 52... da ist noch einiges vor mir! Wobei, 'ne Menge Fragen sind schnell abzuhandeln. Wie Frage

30.  How long it took me to build a complete wardrobe

 Kommt drauf an, aus welchem Standpunkt ich diese Frage nun beantworte. Ich habe ja begonnen, 2006 Lolita zu tragen. Allerdings hatte ich damit 2008 wieder aufgehört und mein letztes großes Stück aus der Sammlung (einen schwarzen Rock mit pinkem Metamorphoseschriftzug) im Februar 2009 verkauft.

Was lustig ist: Am roten Teppich erkennt man, dass ich damals schon mit Martin zusammengezogen war und wir schon zu dem Zeitpunkt in unserer jetzigen Wohnung wohnten :D Wir sind schon echt lang zusammen, wenn man das so sieht, ha ha

Beide Garderobenzusammenstellungen entstanden unter vollkommen verschiedenen Voraussetzungen. 2006 war ich Bachelorstudentin und mein Geld aus Nebenjobs ging fast komplett für Fahrten zu meinem damaligen Freund sowie Parties drauf. Ich hatte wirklich kaum Kohle und musste für ein Metakleid (Meta war damals meine Lieblingsmarke, interessanterweise ist sie mir jetzt eigentlich quasi gleichgültig), das nur 80 Euro kostete, in drei Raten zahlen... Ouch. Außerdem durchforstete ich die stinknormalen Klamottenläden in Erfurts Einkaufszonen und -centern nach lolitatauglichen Dingen. Was bei Blusen und Accessoires in der Regel super klappte (und von mir heute noch praktiziert wird), ging aber hoffnungslos in die Hose bei Röcken und Kleidern und ehrlich gesagt, glaube ich heute einfach nicht mehr daran, dass man bei H&M jemals ein lolitataugliches Kleid finden wird. Aber selbst der Versand von Bodyline nach Deutschland und die Angst vor den Zollgebühren (+ kein Paypal und keine Kreditkarte sowieso überhaupt keine Erfahrung mit Käufen im Ausland via Internet) war mir zu viel. Man fand auch noch nicht so viele Schnäppchen auf deutschen Plattformen wie heute.
Dennoch brauchte ich ca. "nur" ein halbes Jahr, um mir zumindest zwei halbwegs vorzeigbare, aus heutiger Sicht Casual-Outfits zusammenzustellen. Da war aber kaum Abwechslung möglich. Es fehlten auch noch Dinge wie ein Mantel sowie eine richtige Lolitatasche.

                        Das Neueste in meinem Kleiderschrank... was witzigerweise jetzt doch von Meta ist xD

Danach habe ich, nach einer Pause, im Frühjahr 2010 wieder damit angefangen und musste mir eine gänzlich neue Garderobe aufbauen - ich hatte nur noch etwas Schmuck und einen alten Petticoat, den ich dann später auch abgegeben habe. Ich habe sehr schnell recht viel erwerben können, denn als Masterstudentin fiel es mir nach einem ersten Abschluss leichter, einen studienbegleitenden Job mit ganz nettem Verdienst zu finden und ICE-Fahrten usw. fielen auch weg. Urlaub im Ausland oder so machte ich nie, das Geld konnte ich also in Lolita investieren. Ein "Grundskelett" an essentiellen Dingen (Blusen in Schwarz und Weiß kurz und lang, Petticoats in schwarz und weiß, Bloomers, Strümpfe, Strumpfhosen) waren in kurzer Zeit da. Nur ein Wechsel in Bezug auf Kleider und Röcke trat dann häufig ein *hust* Aber es ist deutlich leichter, "heutzutage" günstig an Lolitazeugs zu kommen und noch einfacher wäre das sicher alles, wenn ich nähen könnte!

Ansonsten gilt: My wardrobe is NEVER complete ;) Es gibt immer noch Dinge, die ich sehr gerne hätte bis hin zu Dingen, die ich "brauche" (aktuell: Ich habe keine Röcke mehr! Suche daher einen Classicrock, der aber auch casualtauglich ist). Das ist ein wohl endloser Prozess...


Sonntag, 25. August 2013

Lolita 52 challenge: Question 50, What's in my closet, but I haven't worn yet!

Fiese Frage - da bekommt doch irgendwie jeder ein schlechtes Gewissen, oder? ;)

50. What's in my closet, but I haven't worn yet!

Sowohl bei Lolitas als auch bei Frauen allgemein ist es ja leider nicht selten, dass man Impuls- oder Frustkäufe tätigt oder mal aus Verlegenheit was mitnimmt, weil man zwar irgendwie in Kauflaune ist, aber nichts findet, was einen 100 %-ig überzeugt. Da muss es halt etwas sein, dass zumindest die 50 %-Marke erreicht oder zu dem man überredet wird. Dann hängt das Teil im Schrank, am besten noch mit Preisschild dran, und wird nie ausgeführt.

Ich kann zumindest von mir behaupten, dass ich zwar auch abseits von Lolita gerne mal Fehlkäufe tätige, aber jedes Teil in meinem Schrank wurde mindestens einmal getragen! Da hört es mit dem Stolzsein aber schon auf, denn bei Lolita ist es nicht so. Schon öfter habe ich Kleider einfach weiterverkaufen müssen, ohne sie jemals angehabt zu haben. Das ist echt dekadent und unnötig, aber egal wie oft ich es mir vornehme, es passiert immer mal wieder (zum Glück in letzter Zeit nicht mehr, ob ich das durchhalte?).

Ungetragenes in meinem Schrank gibt es aktuell natürlich auch, aber das hängt damit zusammen, dass ich a) noch nicht dazu gekommen bin, es zu tragen, es aber auf jeden Fall will oder b) es zwar ein Fehlkauf o.ä. war, aber jetzt auch verkauft wird.

Im Falle von Möglichkeit a) wären es folgende Kandidaten hier:


Das Rote Rose OP von Mary Magdalene! Eine Schande... dabei ist das super für den Sommer, nur leider konnte ich in den letzten Monaten an keinem Lolitatreffen teilnehmen und ansonsten fehlte mir, wegen der Hitze, der Elan zum Aufrüschen. Wird daher mitgenommen in den Urlaub, ich trage es dann entweder auf Rügen oder in Saarbrücken.

Mein Rose Toilette OP von Angelic Pretty wollte ich eigentlich zum entsprechenden Treffen am 07.09. in Köln tragen, woraus nun auch nichts wird ;_; Zum  nächsten Lolitatreffen hier in Hamburg aber dann.

Das neuste Stück meines Sammlung: Heart Lace OP von Innocent World (endlich ein braunes Kleid, suche ja schon länger ein solches!). Ist erst seit kurzem da und daher ungetragen, wird auch in den Urlaub mitgenommen werden.


Mein George Coat von Innocent World ist ein Mantel und darum für den Sommer natürlich nicht geeignet. Hoffentlich ist es im Oktober in Wien kühl, dann kommt der für die IW-Teaparty zum Einsatz! (oder zur Not schwitze ich halt drunter xD).

Gleiches gilt für einen grauen Wintermantel mit Pelzbesatz von H&M, den ich im DS-Flohmarkt erstanden habe, der wird auch noch Verwendung finden, aber erst in ein paar Monaten.

Es gibt auch noch ein bisschen Kleinkram, wie mein brauner Muff (wäre auch was für die IW-Teaparty, wenn es denn kalt wird, wovon ich eher nicht so ausgehe im Oktober ;) ) und ein paar Haarcorsagen und Rosenklemmen sowie ein Paar Stiefeletten von An*tai*na.


Das sind ja noch alles mehr oder weniger verzeihliche "Schrankhüter", sie werden ja getragen. Unangenehmer sind dann die Kleider, die mich verlassen werden, ohne je über die Anprobierphase hinaus gekommen zu sein...



Das Caterina JSK von Alice and the Pirates ist zwar wunderschön, nur an der Brust wird es etwas eng und es sitzt nicht so wie erhofft. Das Bonnet ist schon weg, sonst hätte mich mein Freund wohl auf die Straße gesetzt :D (es war leider auch nicht steif und hing so runter ins Gesicht, ich fand's also selbst nicht toll). Das Kleid wird daher verkauft.

Dasselbe trifft auf eine dazu passende Haarcorsage von Taobao zu, die auch schon eine Interessentin gefunden hat.


Tja, sozusagen die Hälfte meines aktuellen Lolitakleiderschranks ist ungetragen! Irgendwie schockierend, wenn man das so sieht :D Ich muss mich echt mal wieder in Schale schmeißen.



Sonntag, 11. August 2013

Lolita 52 challenge: Question 7, Why I wear Lolita?

Ich hab schon wieder fast einen Monat lang nichts geschrieben... ich gebe einfach dem bisher vorherrschenden heiß-drückendem Wetter die Schuld daran ;)

7. Why I wear Lolita?

Weil ich es kann und weil die Mode schön ist. Gute Frage, nächste Frage!

...

Ok, man kann das sicher noch etwas vertiefen ;) Ich gehe jetzt aber weniger auf den Aspekt ein, was ich en détail so schön daran finde, denn ich denke, das wird der aufmerksame Leser sicher immer wieder in meinen Postings bemerkt haben. Da spielt vieles mit hinein: die besondere Silhouette (enge Taille, weitschweifender Rock), die man eben in der regulären Mode der Gegenwart nicht kennt, die feminine Eleganz, die Detailverliebtheit, der Rückgriff auf historische Mode, etwa aus der viktorianischen Ära, viele kleine Punkte, die diese Mode so besonders machen, weil sie nur in ihrem Kontext existieren (rechteckige Headdresses etwa ;) )...

 
Das Rote Rose OP von Mary Magdalene - eine meiner "Einstiegsdrogen" für Lolita, hier stellvertretend für den Classic Lolita-Stil und damit für einen der Gründe, weswegen ich die Ästhetik von Lolita so anziehend finde!

Ich mag auch das "Bescheidene" an der Mode, dass sie wenig Haut zeigt und nicht vordergründig sexy ist, sondern sehr damenhaft. Sie ist eben auch äußerst vielseitig und sowohl Menschen mit einem Faible für Niedliches wie auch Leute wie ich, die "ladylike" Anmut schätzen, können sich darin wiederfinden.

In letzter Zeit habe ich mir die Frage, wieso ich Lolita trage, wieder öfter gestellt, weil ich meinen Kleiderschrank immer noch längerfristig ausmiste, mich von vielem trenne und nur noch "erwachsenentauglichere" Classic- und Gothic-Elemente behalten will. Dabei war ich häufig wütend auf mich selbst, weil ich so viele Impulskäufe getätigt habe oder Dingen hintergelaufen bin, teilweise fast über Jahre, die ich heute nur noch loswerden will. Von dem Geld hätte ich mir lieber noch eine Markentasche gekauft, die ich auch ständig im Alltag trage, oder hätte es gespart für eine "vernüftigere" große Anschaffung. Wieso also noch bei Lolita bleiben, wenn ich doch anscheinend so unbeständig bin und ich den Inhalt meines Lolitakleiderschranks (bzw. meines virtuellen Lolitakleiderschranks, in Wahrheit liegt ja alles irgendwo zwischen den "normalen" Klamotten verstaut) auch selten ausführe?

Ich denke da zuallerst an die Community - viele Freunde und Kontakte, die ich dadurch gewonnen habe. Aber auch an Dunkelsüß, weil mir die Tätigkeit als Foren- und Fotomod, trotz mancher Widrigkeiten, die gerade die Mitentscheidung über die Galerieinhalte mit sich bringt, sehr gefällt und ich sie nicht missen will. Einer meiner sozialen Mittelpunkte liegt nun mal in der Lolitacommunity, daher bin ich ihr natürlich auch immer verbunden, egal wie selten oder häufig ich die Mode trage.

Mein Geschmack hat sich zwischendurch sehr verändert, jetzt aber ist er wieder lustigerweise ziemlich ähnlich wie am Anfang, als ich zur Mode kam. Das finde ich auch toll an Lolita, dass man sich damit weiterentwickeln kann.

Freitag, 12. Juli 2013

Lolita 52 challenge: Question 28, Bloomers or no bloomers?

Es wird mal wieder Zeit für eine ideologische Diskussion!

28.  Bloomers or no bloomers?

(einfache Antwort von meinem Freund: "No Bloomers! Und no Bonnets!" xD)

Diese Grundsatzfrage spaltet mehr oder weniger die Lolitagemeinde - für die einen sind die rüschigen Höschen eine Notwendigkeit und das Tragen dieser ist überhaupt erst ausschlaggebend für das "richtige Lolitagefühl", für andere sind sie ein Kleidungsstück, das unangenehme Gedankenverbindungen à la "Babypopo" weckt und das sie nur zu gerne weglassen. Wiederum andere schätzen an den Bloomers vor allem ihre praktische Funktion.


                                  Für meinen Geschmack schon recht weit ausfallende Bloomers von Angelic Pretty


Eine wirklich reizende Auswahl von rüschigen, kurzen, engen Bloomers von Bodyline, die ich nur weiterempfehlen kann. Hab selbst einige davon in verschiedenen Farben :D


Mittwoch, 3. Juli 2013

Lolita 52 Challenge: Question 40, 5 inspirational fictional characters

Ich nehme mir mal eine Frage vor, die mir random.org schon mehrmals ausgespuckt hat, vor der ich mich aber immer wieder gedrückt habe, weil sie nicht einfach zu beantworten ist. Tatsächlich habe ich auch noch keinen Blog gefunden, in dem diese Frage aus der Challenge beantwortet wurde! (ich muss aber ohnehin sagen, dass es kaum Leute gibt, die diese Challenge überhaupt über einen längeren Zeitraum verfolgt haben, ich hab das Gefühl ich bin irgendwie die einzige xD)

40.  5 inspirational fictional characters

Ich könnte es mir jetzt einfach machen und offensichtliche Standardantworten liefern: Alice im Wunderland, weil sie diese typische Lolitarockform hat, die der glockenförmige Petticoat herstellt und weil man des öfteren mal von Außenstehenden mit ihr verglichen wird, aber auch Brands das Thema Alice seit vielen Jahren schon gerne in ihren Prints aufgreifen, Momoko aus Shimotsuma Monogatari bzw. Kamikaze Girls, weil das einfach *der* Lolitaroman schlechthin ist (bzw. der einzige wirklich bekannte), Misato aus Nana, weil sie ständig Lolita trägt (und zwar wirklich "richtiges" Lolita und nicht das typische "Manga-Lolita", das mit der tatsächlichen Mode nichts zu tun hat, auch wenn viele Weaboos das so sehen), irgendeine Heldin aus einem Jane Austen-Roman, weil die damals so schöne Bonnets getragen haben und... Little Bo Peep, die Schäferin aus dem Kinderlied, weil das amerikanischen Lolitas anscheinend dauernd hinterhergerufen wird (sie wird bevorzugt mit großem Bonnet und bauschigen Röcken dargestellt, wobei man ihr Kostüm mit Mini mittlerweile eher als sexy Halloweendress kennt) :P

Das ist mir aber nicht nur zu einfach, sondern auch zu unsinnig, weil ich mit diesen Charakteren persönlich nichts verbinde.

Ich bekomme auf keinen Fall fünf Leute zusammen und ich kann auch nicht garantieren, dass sie direkt einen Lolitabezug haben, aber dafür meine ich es ernst und hab mir Gedanken gemacht ;)


Montag, 1. Juli 2013

Lolita 52 Challenge, Question 14: Lolitas I would love to meet

Es folgt zur Abwechslung mal wieder ein recht kurzer Post, da die Frage

14.  Lolitas I would love to meet

aus der Lolita 52 Challenge in meinem Fall nicht erlaubt, allzu weit auszuholen.


Ich habe das Glück, dass sich hier im norddeutschen Raum schon seit mehreren Jahren eine konstante Zahl an aktiven Lolitas aufhält und auch einige in meinem Alter dabei sind, mit denen ich mich gut verstehe. Klar, es gibt leider immer wieder Leute, die uns (meist berufsbedingt, wie das so ist nach dem Studium) verlassen müssen, aber es kommen auch immer wieder Neue hier her und man kann ja den Kontakt im Zeitalter von Facebook und Co. gut halten. Ich kenne manche Lolitas hier in der Gegend bereits seit vielen Jahren. Auch in meiner Heimat im Herzen, Saarbrücken, habe ich die Möglichkeit an Treffen teilzunehmen und Lolitas aus dem Saarland und Lothringen kennenzulernen und daraus hat sich ebenfalls manche Freundschaft ergeben.

Dennoch gibt es einige Lolitas, die ich zwar schon seit längerer Zeit kenne und mit denen ich teilweise regelmäßigen Kontakt pflege, aber eben nur online. Das würde ich sehr gerne ändern! Das wären u. a. (und bitte nicht böse sein, wenn ich jetzt jemanden nicht aufgezählt habe ;D) eine ganze Riege an Mädels aus NRW (Nora, Nina, Gene...), meine Kolleginnen aus dem Dunkelsüßteam, mit denen ich sozusagen täglich zusammenarbeite (die Fotomods, aber auch Jasmin und natürlich Sandra und Eriol - selbst wenn er per definitionem nicht unter den Begriff "Lolita" fällt, gehört er für mich dazu ;) ) und Vally <3 Außerdem möchte ich unbedingt Dani aka Duplica treffen, weil ich ihr schon vor... 10 Jahren (so alt sind wir xD) damals noch im Lolitazirkel von Animexx begegnete und sie für mich seitdem einfach die ultimative Lifestyle-Lolita repräsentiert. Freue mich daher auf die Innocent World-Tea Party in Wien, auf der ich sie und hoffentlich viele weitere treffen kann. Außerdem will ich ja schon seit letztem Jahr endlich mal nach NRW auf ein Meet Up, hoffentlich klappt das also mit dem geplanten Rose Toilette-Treffen im September und ich begegne in einem Aufwasch viele Lolitas, mit denen ich bisher nur virtuell zu tun hab.

Man sieht, ich möchte eigentlich nur Lolitas aus dem deutschsprachigen Raum treffen, die ich bis dato nur über Dunkelsüß und Facebook kenne (was nicht heißt, dass ich mich über weitere Kontakte nicht auch freuen würde ;) ) . Mir geht es nicht um ein Meet and Greet mit Mana :P oder aber mit einer populären internationalen Bloggerin, sondern darum, bestehende Kontakte real werden zu lassen.

Dienstag, 25. Juni 2013

Lolita 52 Challenge, Question 6: My favourite Lolita brand

Ich hoffe, ich kann meinen Schreibrhythmus wieder einigermaßen beibehalten und falle nicht wieder auf ein Post pro Monat zurück - zumal mir für die Lolita 52 Challenge immer noch einige Antworten fehlen. Also auf auf zu Frage

6. My favourite Lolita brand

Das ist äußerst einfach: Mary Magdalene!

Mary Magdalenes elegante, klassische Designs haben mich damals mit Lolita angefixt, wie ich bereits an anderer Stelle mal erwähnt hatte. Mir gefällt jedes Detail an ihren Kleidern: Die unübersehbare Bezugnahme auf historische Kleidung des 19. Jahrhunderts, die feminine Eleganz, die engen Taillen, die vielen einfarbigen Kleider, deren Ausstrahlung auch ohne Print "funktioniert", sogar der Hintergrund der Stockfotos ist umwerfend!

                                                                       Antoinette Dress, Mary Magdalene, 2009

                                                                        Elmelia OP, Mary Magdalene, 2011

Die Kleider sehen oft aus wie aus dem Fundus einer Filmproduktion entsprungen, aber ohne etwas Kostümhaftes zu haben. Sie wirken wie die Garderobe einer echten Dame aus einer vergangenen Zeit, und das hat mich schon als Jugendliche sofort fasziniert. Das ist die Art von Lady oder Prinzessin, die ich schon immer sein wollte - nicht rosa und mit Glitzerkrone.

                                                                       Rote Rose OP, Mary Magdalene, 2013

Mir gefällt es auch, dass man sich viele der Kleider auch als ganz normale Sommerkleider außerhalb von Lolita vorstellen kann, gerade solche wie oben gezeigt mit den Blumenmustern sind doch ein toller Blickfang bei einer Gartenparty.

Die Mäntel von MM finde ich ebenfalls wunderschön und sie sollen auch gut warm halten und nicht einfach nur als Dekoration dienen, wie es ja leider manchmal der Fall ist bei Lolitamänteln.





Fan der Accessoires bin ich sowieso, da ich ja eine Schwäche für Rosenhaarklemmen habe ;)

Mary Magdalene gehört zum oberen Preissegment, weswegen ich bisher noch nichts direkt dort gekauft habe. Von daher kann ich auch erster Hand leider nichts zu ihrem Service usw. sagen.

Dieses Jahr hatte ich das wahnsinnige Glück, einfach mal so quasi im Vorbeigehen zwei Mary Magdalene-Kleider, die für mich untrennbar mit Classic verbunden sind, noch recht günstig zu erstehen. Hoffentlich landen demnächst noch mehr Kleider der Marke in meinem Schrank.

Mein Traum wäre eine Mary Magdalene Teaparty in Europa! Ich hoffe so sehr, dass das irgendwann mal Wirklichkeit wird. Nach der Juliette et Justine- und der Innocent World-Teaparty wäre das doch die logische Konsequenz ;)

                                                                      Flora JSK, Innocent World, 2009
                                                              Eins meiner Lieblingsteile in meinem Schrank!

Noch ein paar Worte zu meiner zweitliebsten Marke: Das ist Innocent World. Hier gefallen mir deutlich weniger Kleider als bei MM, was aber auch einfach damit zusammenhängt, dass es einfach wesentlich mehr auf dem Markt von IW als von MM gibt und mich bei der Fülle natürlich nicht alles ansprechen kann. Aber die Vielfalt innerhalb des Classicsegments ist es wiederum, die ich bei IW sehr schätze. Auch finde ich es super, dass die Kleider nicht alle so klein ausfallen wie bei bei MM. Ich hab das Glück, dass ich da von meiner Statur her gut reinpasse, aber IW hat auch für Lolitas, die nicht dem "japanischen Standard" entsprechen, ein breiteres Angebot, gerade weil sie auch mal Kleider in einer langen Version anbieten (auch wenn ich dafür bisher schon öfter das Problem hatte, dass IW-Kleider mir zu groß oder zu lang waren ;) ). Ich finde es auch so herzlich, dass sie bei Bestellungen einen handgeschriebenen Zettel mitliefern, und die Designerin Yumi Fujihara kommt in Interviews sehr sympathisch rüber.

                                                                     George Coat, 2011, Innocent World
Frisch zugelegt, um standesgemäß bei der Teaparty aufzukreuzen (also hoffentlich wird es kalt in Wien :P)

Ich freue mich daher sehr, im Oktober bei der IW-Teaparty in Wien dabei sein zu können (und auch noch mit dem "V.I.P.-Ticket" :D)



Samstag, 22. Juni 2013

Lolita 52 challenge: 9, 5 keywords that describe my personal Lolita style

Da ich gerade mal tatsächlich nichts zu tun habe, Martin lernen muss, keiner Zeit hat und auch das Wetter unbeständig scheint, geht es weiter mit der Lolita 52 Challenge. Schließlich habe ich auch sieben Beiträge aufzuholen... oje. (falls sich gewundert wird, weil ich heute ständig unterwegs bin, Martin auf dem Sofa herumlungert, ich eine ganze Liste an Verabredungen habe und das Wetter mit strahlendem Sonnenschein lockt: Ich habe den Beitrag schon vorher geschrieben :P)

9.  5 keywords that describe my personal Lolita style

Das sollte nicht so schwer sein. Zumindest bis Punkt 3. Ich versuch's mal!


Classic
Nach einer Sweet-AP-Print-Phase und meinen Anfängen im Bereich Gothic und Kuro kann ich nun ohne Zweifel und mit dem Wissen um die Beständigkeit dieser Aussage behaupten, dass Classic Lolita "mein" Stil ist. Darin fühle ich mich wohl, mag mich am liebsten sehen, das ist die Stilrichtung die ich repräsentieren will als Lolita und Mary Magdalene ist die Marke, für die mein Geld mittlerweile besonders oft draufgeht. Ich finde, Classic Lolita ist auch super für Lolitas in meiner Altersklasse und ich kann mir gut vorstellen, dass auch noch in zehn Jahren zu tragen. Wie immer ist das natürlich Geschmackssache und beinhaltet keine Wertung gegenüber anderen Stilen. Es ist nur einfach mein persönliches Ding.

Brandwhore
Dem kann man nichts hinzufügen. Ich gebe es zu, ich stehe auf Marken. Ganz weit oben auf dem Olymp angesiedelt ist hier Mary Magdalene, aber auch Innocent World und Baby stehen hoch im Kurs. Ein Outfit komplett in Brand, von Kopf bis Fuß und auch unter dem Petticoat fände ich schon ganz cool, aber da hängt jetzt mein Herzblut nicht dran. An meinen Brandkleidern aber schon... wird sich wohl nie ändern! Das hat auch ganz viel damit zu tun, dass die Marken von Anfang an mein Bild von Lolita bestimmten, weil sie meiner Meinung nach viel Einfluss darauf haben, was wir heute unter Lolita verstehen und ihren wichtigen Teil zu dieser Welt beitragen. Deswegen möchte ich sie unterstützen und finde auch so Events wie Brand Tea Partys einfach toll. Aber natürlich bin ich vor allem einfach markengeil :P

Schlicht/Natürlich
Ich bevorzuge es einfach und nicht zu auffällig. Dazu gehört u. a., dass ich möglichst wenig Künstliches in meine Outfits und mein Styling einfließen lasse (etwa keine Circle Lenses), sehr gerne auch offene, gepflegte Haare zu manchen Outfits trage und allgemein nichts mit Accessoires überhäufe. So gerne ich opulente Coords an anderen sehe, bei mir selbst bin ich da sparsamer. (endlich ein Gebiet, auf dem ich mal spare :P)

Feminin
Ich möchte nicht das Niedliche, sondern das Elegante und Weibliche an Lolita und an mir unterstreichen. Hohe Schuhe, Strumpfhosen statt Overknees, gedeckte Farben usw. können da z. B. Elemente sein, wobei ich das gar nicht unbedingt an konkreten Details festmachen kann. Es ist vielmehr der Gesamteindruck und meine persönliche Haltung.

Pseudo-historisch
Als Fan des 19. Jahrhunderts (wenn "Fan" in diesem Zusammenhang überhaupt ein passender Begriff ist...) stehe ich auf Schnitte, Muster und Accessoires, die Assoziationen mit dem viktorianischen Zeitalter und der damaligen Kinder- und Trauerkleidung wecken, z. B. denke ich da an Mary Magdalenes Saint Claire OP. Das überschneidet sich jetzt natürlich mit dem Punkt "Classic", da dieser Stil wie kaum ein anderer die historische Inspirationsquelle der Mode betont. Also könnte man mir vorwerfen, dass ich es mir besonders einfach mache. Hm, vielleicht füge ich dann noch...

Unifarbene Kleider und Rosenmotive bzw. -haaraccessoires
Das ist genauso redundant, weil ebenfalls ein mögliches Merkmal von Classic Lolita, beweist aber, dass ich mich zumindest angestrengt habe ;)
Ich habe Prints weitestgehend den Rücken gekehrt, bis auf Ausnahmen in meinem Kleiderschrank wie Rose Toilette. Über meine Liebe zu Rosenklemmen als Accessoires habe ich mich bereits erschöpfend in diesem Beitrag ausgelassen.

und ...

Konservativ
hinzu. Ich bin niemand, der große Experimente macht, Stilrichtungen untereinander oder Lolita mit anderen Moderichtungen wie Gyaru, Mori oder Steampunk, mischt. Ich bleibe recht eng an "den Regeln", kombiniere nicht besonders individuell, sondern halte mich viel an Vorbilder wie etwa den Markenwerbungen.

Sonntag, 16. Juni 2013

Lolita 52 Challenge: 32, My best deal

Endlich mal wieder ein Blogeintrag und endlich mal wieder ein Beitrag zur Lolita 52 Challenge, bei der ich natürlich nach der langen Schreibpause hoffnungslos hinterherhinke (wir befinden uns in KW 24 und seit KW 16 habe ich nichts mehr zur Challenge beigetragen... Aber man braucht ja auch Herausforderungen im Leben! Packen wir's an!)

Furchtbar bei solchen Challenges: Je mehr ich im Verzug bin, desto größer erscheint mir der Berg an Posts, durch die ich noch durch muss, also verschiebe ich es immer weiter nach hinten, wenn ich mal Zeit hätte zum Schreiben - dann kommt wirklich was dazwischen, wenn ich gerade schreiben will, doch der Berg wächst gnadenlos weiter und es beginnt wieder von vorne mit dem Aufschieben ;)

Heutige Frage:

32. My best deal

Ich gehöre ja zu den Lolitas, die ihre Garderobe ausschließlich erkaufen, ich nähe oder bastele nichts selbst. Da ich aber auch leider nicht Millionärsgattin bin oder eigenhändig die dicken Kröten auf mein Konto scheffel, muss ich zwangsweise mit mehr oder weniger Bedacht shoppen. Ich habe leider zu wenig Geduld oder vermutlich auch zu wenig Geschick, um mich als erfolgreiche Schnäppchenjägerin betiteln zu können, aber ich habe doch schon öfter mal Glück gehabt.

Mein krassestes Schnäppchen ist ein Kleid, das ich schon gar nicht mehr besitze, weil ich es dann doch nicht so oft getragen habe. Ein Los, was leider viele Kleider von mir getroffen hat, die vor Ende 2012 etwa gekauft wurden :P


Ich habe es 2010 oder 2011 über eine französische Community gekauft, dank eines netten Hinweises von Duplica auf ihrer Facebookseite. Das Kleid war ultra günstig, ich weiß nicht mehr 100 %-ig den genauen Preis, aber es waren maximal 50 Euro. Ein Preisknüller für ein Brandkleid, selbst wenn es kein populärer Print ist! Dazu kam noch ein billiger Versand und keine weiteren Gebühren. Also prima, nur leider hatte ich nicht lange etwas davon, ha ha.

Ich kaufe mittlerweile am häufigsten über mobaku (besser bekannt als mbok oder auch unter der Aussprache "Em Book" :P), eine populäre japanische Auktionsseite, ähnlich hierzulande ebay. Ich checke täglich "meine" Kategorien (also die Marken, die ich bevorzuge) und lege mich auf die Lauer, bereit, meinen Shoppingservice zu überfallen, sobald ich etwas Günstiges erspähe. Natürlich ist "günstig" im Fall von mbok extrem relativ, denn man ersteht die Artikel ja nicht einfach für den Preis der gewonnen Auktion - hinzu kommen Versand innerhalb Japans, Versand nach Deutschland, Shoppingservicegebühren, Paypalgebühren und, wenn man Pech hat, auch noch EUSt und Zoll. Also gilt hier besondere Vorsicht und sich nicht verleiten lassen von den scheinbar billigen Angeboten. Aber manchmal kann man eben ein gutes Händchen haben!

So habe dieses Jahr zwei Kleider von Mary Magdalene erstanden, die meinem Verständnis nach zu den absoluten "Lolitabrand Klassikern" gehören. Zwei zeitlose Modelle, die wohl jeder kennt und durch die viele Lolitas aus meiner Generation (ja, die Wendung ist durchaus angebracht...) damals überhaupt in Kontakt mit der Mode gekommen sind. Die Kleider sind auch immer noch der Renner bei milanoo und weiteren betrügerischen Websites, die Stockfotos von Marken nutzen, um ihren Ramsch unter die Unwissenden und Anfängerinnen zu bringen.

                                                                     Rote Rose OP, Mary Magdalene, 2003

     Saint Claire OP, Mary Magdalene, erste Auflage müsste auch um 2003 oder so herum gewesen sein?

Das Rote Rose OP habe ich sogar komplett neu und ungetragen (noch mit Etikett) ersteigert. Für beide Kleider habe ich nur etwas über 100 Euro zahlen müssen, was für MM schon nicht viel ist und meiner Auffassung nach für solche beliebten und begehrten Classic OPs erst recht. Jetzt kein OH WOW-Deal, aber schon einer bzw. zwei, der diesen Namen verdient hat!

Jetzt kann ich zwar nicht mit wahnsinnigen Schnäppchen glänzen, die vor Neid erblassen lassen (Iron Gate in der DRK-Kilo-Kleiderkammer für 5 Euro oder so :P) und mein tollstes Schnäppchen ist nicht mal mehr in meinem Besitz, aber gut, ich werde mich noch sehr lange freuen können über die beiden Mary Magdalene-Schätze!

So, war doch gar nicht so schwer mit dem Eintrag, oder...? Darauf erstmal einen Matcha Latte. Der nächste Post ist schon in der Pipeline!

Dienstag, 16. April 2013

Lolita 52 Challenge: 33, Something that I made

Die Frage

33.  Something that I made

hat mir random.org schon mehrmals ausgespuckt und ich habe sie jedes Mal wieder nach hinten verschoben. Ich bin leider absolut untalentiert was Nähen und Basteln betrifft und so gibt es weder in meiner Garderobe noch in meiner Accessoireskiste irgendwas, das ich selbst hergestellt habe. Nicht mal ein Headdress, auch kein aufgepimpter Cardigan oder was man sonst noch relativ leicht auch ohne große Vorkenntnisse realisieren könnte. Ist einfach leider nicht mein Gebiet!

...aber dann fiel mir plötzlich doch etwas in die Hände, was eben diesen entsprungen ist: Ein Rosenarmband!


Und zwar habe ich es extra für mein Lady Rose Outfit angefertigt, letztes Jahr mit Material von Nuena aus der Europapassage.

Das war wirklich nicht aufwändig, ich habe lediglich die Perlen zusammengesucht und aufgefädelt ;) Habe ich selbst gerade noch mal so hinbekommen, ha ha. Ist also nichts besonderes, aber immerhin: Etwas, das ich gemacht habe :P

Ich find's einfach bewundernswert, wenn Lolitas ihre Kleidung selbst nähen oder auch nur Kleinigkeiten entwerfen und basteln. Ich habe auch einige Teile, die selbstgemacht sind, nur eben nicht von mir. Es ist toll, wenn man ein Unikat besitzt!


Sonntag, 7. April 2013

Lolita 52 Challenge: Question 15, 3 things I wish I was told when I was a new Lolita

Die Frage

15.  3 things I wish I was told when I was a new Lolita

hat mir mal wieder Kopfzerbrechen bereitet. Ich gebe zu, dass Verzögerungen bei der Beantwortung der Challenge hauptsächlich darauf zurückzuführen sind, dass ich einfach nicht weiß, was ich dazu sagen soll ;)

Das liegt nicht daran, dass ich etwa keine Fehler gemacht hätte bei meinen ersten Outfits... bei Gott nicht! Aber eigentlich lag das nicht unbedingt daran, dass ich es nicht besser wusste. Sicher hätte ich mir einfach bei der Recherche mehr Mühe geben können (auch wenn es vor 7 Jahren oder so noch nicht ganz so einfach war, an Infos heranzukommen, wie heute - ein bisschen mehr Zeitinvestition oder etwas mehr Mut, mal bei den "alten Hasen" nachzufragen, hätte bestimmt etwas gebracht) oder mal eine Outfitidee von anderen diskutieren lassen (wobei das natürlich nicht immer leicht ist und als Anfänger manchmal schon eine gute Portion Kritikfähigkeit und Mumm erfordert - daher finde ich es super, wenn Newbies sich das trauen und über ihren Schatten springen und ebenso wichtig ist es, wenn ihnen angemessen geholfen wird, ohne dass sie das Gefühl haben, verurteilt zu werden! Äh, Faden verloren...).

Da fällt mir aber direkt was ein...

1.) Wo willst du hin? Was soll dein Stil sein?

Gerade am Anfang prasseln natürlich viele Eindrücke auf einen herab, wenn man mit Lolita in Kontakt kommt. So viele verschiedene Stile und Inspirationen, und alles hat seinen Reiz, ist niedlich oder elegant und von allem kann man sich irgendwie was an einem vorstellen. Dann gibt es da noch die Trends, irgendwas ist gerade in und wird gehypt, das will man dann natürlich auch haben, und so kommt es, dass durch die Flut an Auswahl jene eben so schwer fällt, gerade zu Beginn.

Es hätte Sinn gemacht, wenn ich mir längere Zeit Gedanken darüber gemacht hätte, welcher Stil mein Ding ist, was mir gut steht, zu mir passt und worin ich mich wohl fühle. Stattdessen habe ich von allem etwas gekauft, damit ich ja mit irgendwas schnell starten kann, hab mich zu sehr beeinflussen lassen von dem, was ich an den Leuten gesehen habe, die mir als erste Lolitas über den Weg gelaufen sind - ungeachtet dessen, was ich eigentlich wirklich tragen will. Dann hortet man Zeugs, das gar nicht zusammenpasst, kann nicht angemessen kombinieren und hat nachher nicht nur unnötig Geld rausgeschmissen, sondern ist auch enttäuscht, weil man nichts Halbes und nichts Ganzes hat.

2.) Es ist keine gute Idee, aus random Kleidungsstücken, die man zuhause hat oder die bei H&M und Co. herumhängen, sein erstes Outfit basteln zu wollen

Man kennt es ja, in einschlägigen Foren wie etwa Dunkelsüß wird regelmäßig auf Funde in "normalen" Läden aufmerksam gemacht , die sich in jeder durchschnittlichen deutschen Einkaufsmeile befinden oder ganz einfach und recht günstig über deutschsprachige Onlineshops zu beziehen sind.

Dagegen ist nichts einzuwenden, im Gegenteil ist dies sogar sehr hilfreich, egal ob für eine Anfängerin, die vielleicht auch noch einen schmalen Geldbeutel hat, oder für eine langjährige Lolita mit großem Budget. Klassischerweise findet man an lolitatauglichen Kleidungsstücken, die sich gut verwenden lassen, Dinge wie Overknees, Bluse oder Cardigans im Ottonormalverbraucherladen à la H&M oder Primark, genauso wie Schmuck oder andere Accessoires. Schwieriger wird es da schon bei Röcken und Kleidern...

Und da kommen wir zu meinem großen Anfängerfehler: Ich wollte sofort durchstarten! Na klar, man wird angefixt von Lolita, verbringt mehr und mehr Zeit damit, sich darüber zu erkundigen und die ganzen schönen Fotos anzuschmachten und hach - das will man auch! Nicht noch länger warten und sparen und sich bis ins Detail ein Outfit zurechtlegen, sich mehr und mehr anlesen und das Outfit am besten noch besprechen mit jemandem, der mehr Ahnung hat; man hat sich doch schon genug erkundigt, man beschäftigt sich jeden Tag damit, da muss man das doch irgendwann wissen! Endlich wird es mal Zeit, das selbst zu tragen und andere auf Treffen kennenzulernen.

Außerdem gibt es doch gerade diesen schwarz/weißen, berüschten Rock bei H&M, von dem eine im Animexxzirkel berichtet hat... das muss doch was sein... Sieht doch aus wie in der Bible, und nen Petticoat kann man auch drunter quetschen. Dazu die passende Rüschenbluse und naja, nen Blazer, ist ja draußen noch kalt, aber der ist schwarz, das passt schon. Und wenn man mal Abwechslung will, die weiße Rüschenbluse, das Weiß ist zwar eigentlich nen dunkles Creme und greift gar nicht das Weiß vom Rock auf, aber wurscht, sieht man gar nicht, und die Bluse ist ärmellos, aber warum nicht, man kann's ja tragen, ist doch schick! Et voilà, ein komplettes Outfit für unter 100 Euro.

Ah ja - hätte man mich da mal besser aufgeklärt ;) Bzw. hätte ich mich da mal mehr erkundigt. Dann wäre mir aufgefallen, dass der Rock eine furchtbare Form erhält durch den Petticoat, für den er nicht gedacht ist, überhaupt ganz falsch sitzt, dass ärmellose Blusen nicht der Hit sind und dass man nicht hoffen kann, in seinem Alltagskleiderschrank lolitataugliche Klamotten zu finden. Das passiert leider nur selten.
Aber die schwarze Bluse war super, die könnte ich heute noch gebrauchen! Denn man findet ja eben doch immer mal wieder passende Stücke in Normaloläden, diese Alternative ist nicht zu verachten. Die Suche lohnt - aber einiges kann man einfach nicht ersetzen und wer glaubt, innerhalb einer deutschen Einkaufspassage alle Elemente eines richtigen Lolitaoutfits zusammenkaufen zu können, der ist auf dem Holzweg.

Dann doch lieber Zeit investieren und sparen für etwas Ordentliches (was auch nicht teuer sein muss, dank Second Hand etwa) und vor allem, sich viel mehr hinterfragen und auch den Mut haben, mal bei denen nachzuhaken, die erfahrener sind.

3.) Nur weil man es günstig bekommt, muss man es nicht kaufen

Ich glaube, das kennen viele, oder? ;) Man sieht ein Teil preiswert irgendwo angeboten: Oh wow, das ist ja Burandooo, Baby the Stars Shine Bright, super, muss ich haben, nur 50 Euro, geilo, naja die Farbe ist eigentlich nicht so meins und es passt auch nicht zu den Schuhen und Blusen die ich bisher hab, aber das kommt noch, und der Schnitt ist so Babydollmäßig, da sehe ich aus wie eine Schwangere mit Silkonbrüsten, aber das geht sicher irgendwie, ist ja Brand. Kaufen!!!

Und dann ist das Teil daheim, wird nicht getragen, verkaufen will man's erstmal auch nicht, aber die 50 Euro hätte man doch lieber mal zurückgelegt für ein Kleid, das auch wirklich angezogen wird. Und danach bekommt man es nicht verkauft, muss mit dem Preis runtergehen, und der Ärger ist groß.

Also: So schön Schnäppchen auch sind: Nicht nur irgendetwas kaufen, weil es günstig ist!


...aus der Retrospektive ist es aber sehr einfach, sich das jetzt einzugestehen und so rational an die Sache heranzugehen. Wer weiß also, ob ich die Fehler nicht auch gemacht hätte, wenn man mich vorher eines besseren belehrt hätte ;)


Freitag, 29. März 2013

Lolita 52 Challenge: Question 37, Something that's not my style, but I love anyways

Die Frage

37. Something that's not my style, but I love anyways

gehört mal wieder zu den dankbareren aus der Lolita 52 Challenge, denn da fällt mir gleich einiges ein!

Ich habe ja in gefühlt jeden zweiten Eintrag des Blogs seit... Ende letzten Jahres oder so erwähnt, dass ich meine Garderobe umstelle und Sweet/AP-Prints endgültig den Rücken kehre zugunsten von Classic und damit nicht nur den Kleidern, die meinem Alter eher entsprechen, sondern ausgerechnet auch noch denen, die meist NOCH teurer sind - hallo Mary Magdalene!

Von daher gibt es natürlich einiges, dass nicht (mehr) meinem Stil entspricht, mir aber grundsätzlich, an anderen oder auch nur so auf dem Stockpic, sehr gefällt.


Sonntag, 24. März 2013

Lolita 52 Challenge: Question 4, Favorite thing to put on my head

Es ist mal wieder (schon länger...) Zeit für die Lolita 52 Challenge!

4.  Favorite thing to put on my head

Bei Haaraccessoires bin ich, was mich persönlich betrifft, eher ein Freund von weniger ist mehr. Ohne geht auf keinen Fall, selbst bei Casual, aber da mein Stil sich in Richtung schlichtes Classic verfestigt, mag ich lieber kleine, unaufdringliche Haaraccessoires als viele verschiedene Dinge oder ein großes, prominentes Accessoire, das das Outfit dominiert.

Was für mich immer geht, sind Haarklemmen in Rosenform:


Für Classic und Gothic kann man die super verwenden. Bei schlichten Outfit kann manchmal sogar eine Rosenklemme schon reichen, wenn es mal mehr sein sollen, kann man sie z. B. nebeinander arrangieren, wie ich das etwa bei meinem Classical Rose-Outfit gemacht habe.
Ich versuche derzeit, sie in allen möglichen Farben anzusammeln ;) H&M ist da ein zuverlässiger Belieferer meiner Haaracessoires geworden!

Haarcorsagen mit Rosen finde ich daher auch super. Victorian Maiden oder Mary Magdalene haben einige schöne herausgebracht, aber auch offbrand oder selbstgemacht geht das gut:

                                                      Roriaeto Corsage, Victorian Maiden, 2012

                                                             Velveteen Petit Corsage, Mary Magdalene, 2009

Das kann man natürlich auch aufwändiger und raffinierter haben, wenn einem danach ist:

                                                             Pearl Chain Rose Corsage, Victorian Maiden, 2012


Rosen passen aber nicht unbedingt zu jedem Outfit, das wird stark vom Kleid und ggf. dessen Motive und Prints beeinflusst. Manchmal greife ich daher zu kleinen Schleifchen, als Klammer oder Haarreif.

Ebenso mag ich Berets, für Classic und Casual. Der Vorteil von Berets ist meiner Meinung nach, dass sie auch schon bei offenen, geglätteten oder schön gekämmten Haaren gut aussehen oder bei leichten Wellen.

                                  Mein neuestes, passend zu Cinema Doll, war ein Geschenk von Quini :)

Außerdem träume ich ja immer noch von einem schmalen, rechteckigen Headdress. Ich suche schon so lange eines in dem Stil, in schwarz:


Was ich schon immer mal tragen wollte - da ich ja für historische Kleidung aus dem 19. Jahrhundert schwärme - ist ein Bonnet! Nur wird sich leider mein Freund von mir trennen, wenn ich mir eins anschaffe ;) Und es ist natürlich im Gegensatz zu Haarklammern etwas, das die Blicke im Outfitgesamteindruck sehr auf sich zieht, manchmal mehr als das Kleid selbst.

                                                                     Ein Beispiel von Victorian Maiden


Vielleicht kann ich mir ja probeweise mal eins ausleihen ;)

Mittwoch, 6. März 2013

Lolita 52 Challenge: Question 13, Lolitas I have met in real life

Die heutige Frage

13. Lolitas I have met in real life

mutet erst mal etwas seltsam an - soll ich jetzt alle Lolitas aufzählen, die ich persönlich kenne oder schon mal getroffen habe? Soll ich jetzt damit prahlen, welchen scheinbaren "Szenegrößen" ich schon mal die Hand geschüttelt habe? ;D (die Antwort darauf wäre wohl: keiner...)

Spontan würde ich sagen: Ich habe zu wenige getroffen! Denn es gibt immer noch Leute, denen ich endlich mal außerhalb der virtuellen Welt begegnen will.

Insgesamt kann ich mich nicht beklagen, da ich in einer Großstadt wohne, gibt es natürlich viele Möglichkeiten, Gleichgesinnte kennenzulernen und an Treffen teilzuhaben. Nicht nur in großer Runde, wie z. B. beim Eat Cake in Kiel:

                    Wie sie alle so schön in die Kamera lächeln - nur ich hab natürlich die Augen zu xD

Sondern auch in kleiner privater Runde unter Freunden:

Hier mit Sha und Quini

Generell treffe ich befreundete Lolitas meist in privaten Runden, aber natürlich versuche ich, so oft es geht auch mal auf ein größeres Treffen zu gehen. Es ist ja doch ganz cool, wenn viele Lolitas auf einem Haufen die Straßen unsicher machen ;)

Neben der lokalen Community besuche ich auch gerne die Treffen in der alten Heimat, im Saarland:


Dort gibt es deutlich weniger Lolitas als im Norden, aber die Treffen sind sehr angenehm und irgendwie auch familiärer, wenn die Runde kleiner ist.

Auf Conventions u. ä. gehe ich gar nicht und leider habe ich bisher auch noch keine internationale Tea Party besucht, was ich aber dringend nachholen will!

Kurzum, ich möchte die Lolitaszene nicht missen, gerade nicht, was den "real life" Kontakt betrifft. Mir macht es noch mehr Spaß, Lolita mit anderen zu tragen und jemanden zu haben, mit dem man tratschen kann über die neusten Entwicklungen, den neuen Print eines Labels, bisschen Drama usw. (nur Martin vollquatschen damit ist auf Dauer nicht befriedigend ;) )

Montag, 4. März 2013

Lolita 52 Challenge: Question 52, How Lolita has changed me

...da war ja noch was *hust* Ich hätte selbst nicht gedacht, dass es so schwierig sein kann einen (kurzen) Eintrag pro Woche zu schreiben, selbst wenn der Unistress weggefallen ist ;)

52.  How Lolita has changed me

Ich wünschte, ich könnte jetzt anführen - wie es bei so manchen der Fall ist - dass ich durch Lolita die Liebe zum Nähen kennengelernt und ungeahnte Talente in mir freigesetzt habe, etwa Basteln oder sowas wie Fotografieren betreffend.

Nun, dem ist nicht so. Ich bin immer noch hoffnungslos unbegabt, was alles Handwerkliche betrifft, ungeschickt, unsauber im Arbeiten und ungeduldig wie eh und je. Das wird sich wohl auch mit größter Sicherheit nie mehr ändern lassen.

Ich kann also statt der Herausbildung lobenswerter Eigenschaften und Neigungen lediglich anführen, dass Lolita mich zu einer richtigen Markenh*re gemacht hat. Und zwar nicht nur auf Lolita bezogen, sondern auch in meinem Alltag. Ich habe meinen Drang nach Markenkram akzeptiert und ich stehe dazu ;) Vielleicht kann man noch als halbwegs positiven Aspekt festhalten, dass ich erfolgreiche Schnäppchenjägerin bin und das nun auch außerhalb von Lolita anwende. Tja, reichlich materialistisch, meine Veränderungen durch Lolita ;D

Ich habe durch Lolita ein wenig mehr Ahnung von Bereichen, die mich vorher absolut nicht tangiert hatten, wie etwa Zollregelungen, Versand in In- und Ausland oder Wechselkursen von Yen und Dollar. Ernsthaft, ich habe dadurch schon manches Mal nicht-Lolita-Freunden (als NLF werde ich diese zukünftig bezeichnen :P) helfen können!

Lolita ist für mich, die ich diese Mode meist nur auf Treffen und für Fotoshootings trage, zu einem Großteil die Arbeit im Team von Dunkelsüß. Täglich bin ich dort als Kommunikations- und Fotomod unterwegs, weswegen Lolita für mich nicht mehr nur mit der Kleidung verbunden ist. Durch Mod-Arbeit habe ich in mehrerer Hinsicht Neues gelernt. Ernsthaft: Diese Tätigkeit hat mir sogar im Vorstellungsgespräch für den Job, den ich demnächst ausübe, einen kleinen Vorteil verschafft, denn es gibt durchaus Kompetenzen, die man sich dabei aneignen kann, selbst nur durch eine kleine Tätigkeit auf einer nicht-kommerziellen Plattform!

Und natürlich hat mit Lolita die Möglichkeit verschafft, tolle Menschen kennenzulernen, die jetzt zu meinen Freunden zählen (doch leider wohnen nicht alle in meiner direkten Umgebung, was ich oft bedaure). Dieser Umstand ist sicher die schönste Veränderung von allen ;)

Samstag, 23. Februar 2013

Lolita 52 Challenge: 42, The ways in which I fit the cliche

Und wieder ist eine Woche fast um! Also flugs noch eine Frage aus der Lolita 52 Challenge beantworten! ;)

42. The ways in which I fit the cliche

Ja ja, die allseits bekannten, oft widerlegten und dennoch hartnäckig überdauernden Klischees über Lolitas! Wer hat es noch nicht erlebt, dass eine Anfängerin angesichts der Entdeckung, dass es die Secrets gibt oder schockiert über einen ruppigen Tonfall in einem lolitabezogenen Forum sich dazu hinreißen lässt, fassungslos die volle Klischeeladung à la "Aber Lolitas sind doch alles wohlerzogene Damen mit guten Manieren und vor allem einem reinen Herzen!" vom Stapel zu lassen.

Klischees dieser Art kann man sogar noch eher sowas wie positiver Diskriminierung zurechnen - aber es gibt natürlich noch weit gehässigere, wie die Unterstellung, Lolitas seien elitäre Markenh*ren, arrogante, oberflächliche Tussis, die sich nicht mit Leuten abgeben, deren Kleider von Bodyline oder gar selbstgenäht sind und die anderen Ausprägungen japanischer Mode bzw. japanischer Gegenwartskultur, wie Gyaru oder Cosplay, mit Verachtung begegnen.

Leben wie eine Königin des Rokoko, in Schönheit und abgehoben 
von der profanen Welt des Mainstreams - ein Klischee, das
viele Lolitas nur zu gerne selbst kultivieren

Steckt aber auch nicht immer ein Fünkchen Wahrheit in den Vorurteilen, mit denen Menschen einem Phänomen begegnen? Ich muss gestehen - ja, auch ich erfülle in mancher Hinsicht die vorgefertigen Meinungen!

Anbei also eine kleine Aufzählung dessen, was mich zur stereotypischen Lolita macht - natürlich ist das alles mit Humor zu nehmen ;)

- I am a brandwhore!

Oh ja, ich bin verrückt nach Marken. Ich stehe auch gerne dazu, dass ich den Namen bei einem Kleidungsstück oder Accessoire mit bezahle. Zu Lolita hat mich auch der Zauber großer Marken wie Angelic Pretty, Baby the Stars Shine Bright oder Mary Magdalene geführt. Ich versuche, so viel Markenkram wie möglich anzuhäufen und bin stolz auf jedes einzelne Teil.

Dennoch sind viele meiner Sachen off-brand, vor allem so Basicartikel wie Blusen. Natürlich habe ich auch nicht das Gefühl, über Lolitas zu stehen, die ihre Kleidung selbst nähen - im Gegenteil, ich habe großen Respekt vor den Nähkünsten anderer und bin oft entzückt darüber, wie manche fast eine gesamte Garderobe mit selbstgemachten Stücken besetzen können. Und es muss wohl kaum betont werden, dass ich bei der Auswahl meiner lolitatragenden Freunde nicht darauf achte, ob sie Bodyline oder Brand tragen.

- Ich liebe historische Mode!

Ich bin seit Jahren stark interessiert am 19. Jahrhundert. Ich liebe klassische Romane von Flaubert, Maupassant oder Fontane, nehme jede historische Verfilmung mit die ich nur bekommen kann, ich verschlinge Bücher über politische Systeme und soziologische Analysen aus dem 19. Jahrhundert und natürlich schmachte ich Kostüme mit Tournüre, Cul de Paris und Mieder an. Selbstverständlich hebe ich im Dialog mit "Nichteingeweihten" hervor, wie wichtig mir Aspekte historischer Mode auch in Lolita sind :P

- Ich trinke Tee!

Das muss kaum weiter ausgeführt werden, denn Tee ist das Lolitagetränk par excellence. Unnötig zu erwähnen, dass ich es bevorzugt aus einer mit floralem Muster verzierten Porzellantasse trinke ;D  (die mir meine Großmutter vererbt hat, oder so)

...Okay, also ja, ich liebe Tee und trinke ihn ständig, aber ich besitze keine Tasse mit Blumenmuster, ich trinke Tee meistens aus meiner Severus Snape-Tasse.

- Ich bin elitär - ein klein wenig zumindest...

...in dem Sinne jedenfalls, dass ich es nicht unbedingt als Beleidigung empfinde, wenn man mich dessen bezichtigt ;)

- Ich bin zu Lolita über eine allgemeine Japanbegeisterung gekommen

...die damals verstärkt wurde durch Sailor Moon und Co. Tja, da gibt es nichts schönzureden ;) 

Das war's. Ehrlich gesagt freue ich mich noch mehr auf Frage 43 - The ways in which I do not fit the cliche ;D